Denkzeichen zur Erinnerung an jüdisches Leben und Leiden im Nationalsozialismus

11. Juli 2017, 14:48

1. Einführung
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. plant seit längerem „Denkzeichen“ für Dresden. Die »Denkzeichen« sollen verschiedene Orte dieser Stadt, die mit jüdischem Leben und Leiden in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft verbunden sind, bekannt machen. Sie sollen die Vorübergehenden im Alltag erreichen, Anstöße vermitteln und zum Wahrnehmen anregen. Die ersten Denkzeichen sind aufgestellt bzw. angebracht, weitere sind geplant und werden je nach Unterstützung realisiert. Ziel ist, diese Orte in die Erinnerungskultur der Stadt einzubeziehen. Der Stadtrat hatte am 26.8.2008 die organisatorische Unterstützung des Vorhabens beschlossen. Zu den einzelnen Denkzeichen werden Partner aus der Nachbarschaft gesucht. Die Denkzeichen können die Geschichte natürlich nicht vollständig erzählen. Sie sollen aber neugierig machen und die Erinnerungskultur der Stadt bereichern.

Von der Idee zur Errichtung des Denkzeichens sind folgende Schritte nötig:

1. Kontakt zu Eigentümern der Gebäude oder Grundstücke aufnehmen, Nachbarn einbeziehen
2. Partner gewinnen für Pflege und Kontrolle
3. Spenden sammeln
4. Rechte für Bildwiedergaben einholen
5. Genehmigungsverfahren:
Sondernutzungsgenehmigung, Schachtschein /Stadtplanungsamt, DREWAG, Straßen-und Tiefbauamt
6. Gestaltung der Tafel
7. Fundament einbauen
8. Denkzeichen herstellen und errichten
9. Denkzeichen der Öffentlichkeit übergeben

Eine Infostele kostet etwa 1700 EUR. Mit Ihrer Spende können Sie helfen, die „Denkzeichen“ zu errichten und zu erhalten. Wenn Sie wünschen, erhalten Sie eine Zuwendungsbestätigung.
Bitte überweisen Sie Ihre Spende an:
Kontoinhaber: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden
Bank für Kirche und Diakonie – LKG Sachsen
IBAN: DE66 3506 0190 1611 6700 16
BIC: GENODED1DKD
Kennwort: “Denkzeichen”

2. Geplante und ausgeführte Denkzeichen
Übersicht

Polizeipräsidium und Haftanstalt in der Schießgasse
Judenlager Hellerberg
Haus der jüdischen Gemeinde in der Bautzner Str. 20
Wohnung und Arztpraxis von Dr. Willy Katz in der Borsbergstraße 14
Dresdner Leitstelle der Gestapo in der Bayrischen Str. 16
“Judenhaus” Altenzeller Str. 41
Verein “Schomre Hadas” (Mikwe und “Judenhaus”) in der Ziegelstr. 12
Jüdisch-orthodoxer Verein “Tomche Nizrochim” in der Sporergasse 2
Jüdisches Ferienheim in der Karpatenstr. 20
Haus von Victor und Eva Klemperer Am Kirschberg 19
Zweigstelle der privaten Jüdischen Schule in der Fröbelstr. 1
Zwangsarbeit in Dresden – Goehle-Werk der Zeiss-Ikon AG in der Heidestraße 4
Drei gläserne Bänke im Großen Garten, Blüherpark, Brühlsche Terrasse
Fraternitasloge in der Moritzstr. 1b
Kaufhaus Fanger in der Oschatzer Str. 15

3. Erinnerungsorte / Gedenktafeln
Übersicht