Zwischen Freundschaft, Staatsräson, Sühne und Anklage - das gespaltene Verhältnis der Deutschen zu Israel

14. April 2015, 19:00

Der Nahe und Mittlere Osten bestimmen mehr denn je den politischen Alltag auch bei uns, nicht nur durch unseren Blick in die geopolitische Nachbarschaft, sondern auch durch die Rückwirkungen auf unsere Gesellschaft. Auch wenn sich die Konfliktherde im Nahen Osten über einen größeren Horizont ausgeweitet haben, so bleibt doch der israelisch-palästinensische Konflikt noch immer im Brennpunkt. Solidaritätsbekundungen mit den Palästinensern und insbesondere den Bewohnern des Gaza-Streifens haben in Deutschland zum ersten Mal wieder antisemitische Parolen offen auf die Straße getragen: Der deutsche Nahost-Konflikt, so betitelte Die Zeit unser Problem damit. Wo verlaufen die Grenzen zwischen politischer Kritik, Antizionismus und Antisemitismus? Wie kann man überhaupt den Nahostkonflikt verstehen und erklären? Welches Verhältnis haben wir zu Israel, gibt es eine deutsch-israelische Freundschaft oder ist es nur eine Sühne für historische Schuld? Ist Angela Merkels Erklärung, Israels Sicherheit sei Teil unserer Staatsräson, Feigheit vor dem Freund, wie Die Zeit schon 2012 meinte?

Vortragstext

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden.

Gefördert im Rahmen des Landesprogramms “Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz”.