Hinweis: Dr. Fritz M. Bauer - Jurist aus Freiheitssinn und Anwalt der Überlebenden

22. März 2017, 19:30

Das Leben des streitbaren Juristen Dr. Fritz M. Bauer (1903 – 1968) wurde in jüngster Zeit zum Thema aufsehenerregender Kinofilme und Medienberichte und ermutigt bis in die Gegenwart. Konsequent setzte sich der Sohn jüdischer Eltern für die Verfolgten und Schwächsten in der Gesellschaft ein und scheute dabei nicht vor persönlicher Benachteiligung zurück. In einem politischen Klima des Stillschweigens und Wegsehens betrieb Fritz Bauer Aufklärung und von Staats wegen Ahndung der Nazi-Verbrechen.
In ihrer 2016 neu aufgelegten Biografie über den Kämpfer für die Menschenrechte fragt Irmtrud Wojaks nach den Motiven, die Fritz Bauer antrieben und nach den Konsequenzen, die sein Plädoyer für die Gerechtigkeit und die Pflicht zum Ungehorsam hatte.

Dr. Irmtrud Wojak ist Historikerin, Publizistin, Ausstellungskuratorin und Lehrbeauftragte an der Universität der Bundeswehr in München. Sie arbeitete am Fritz Bauer Institut in Frankfurt/M. und war dort stellvertretende Leiterin. Die 2013 von Irmtrud Wojak gegründete gemeinnützige BUXUS STIFTUNG gGmbH ist dem Leben und Werk Fritz Bauers verpflichtet. Die Gesellschaft erforscht und fördert die Voraussetzungen für ein gesellschaftliches Zusammenleben, das auf Eigenständigkeit, Mut und Zivilcourage beruht.

Moderation: Prof. Dr. Christoph Meyer (Studiendekan der Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida).

Musikalische Umrahmung: Prof. Wolfgang Hentrich (Violine).

Der Eintritt ist frei. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den Freundeskreis Dresdner Synagoge e.V.!

Eine Veranstaltung des Freundeskreises Dresdner Synagoge e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kathedralforum Dresden der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung “Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht” (9. März – 28. Juni 2017) im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr statt.