Holocaustgedenken in der DDR (17H1209)

15. November 2017, 19:00 Uhr, Jüdisches Gemeindezentrum, Saal, Hasenberg 1

Ein Gedenkstein mit dem roten Dreieck – die Kennzeichnung der politischen Häftlinge in den KZs – aus den frühen 1950er Jahren, erinnert in Herzogswalde (bei Dresden) an eine Jüdin: “Hier wurde als Opfer nazistischen Rassenwahns im Februar 1945 eine unbekannte K.Z.lerin ermordet. Ihr Tod sei uns Mahnung und Verpflichtung!” In Dresden erinnert die Rosa-Menzer-Straße an die von den Nazis ermordete Kommunistin. Dass sie als Jüdin vergast und nicht als Kommunistin ermordet worden war, verschwieg die DDR.
Im Rahmen dieses Vortrags wird anhand zahlreicher Beispiele der Umgang der DDR mit dem Holocaust (amtliche Bezeichnung in der DDR: Massenmord an den Juden) beschrieben. Letztlich ist die Frage zu klären, ob und wie die auf dem Grabstein genannte Forderung nach “Mahnung und Verpflichtung” umgesetzt wurde.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und der Volkshochschule Dresden e.V. Anmeldung über die VHS