Die Bedeutung des Palais Oppenheim in Dresden

10. Oktober 2018, 18:30

Im Auftrag des jüdischen Bankiers Martin Oppenheim entstand das Palais von 1845 – 1848 nach Plänen von G. Semper an der Bürgerwiese 5 – 6. Die Einweihung fand in Anwesenheit vieler Dresdner Persönlichkeiten statt.

Anlässlich der Einweihung des vor 170 Jahren von Gottfried Semper erbauten Palais Oppenheim geht Lucas Müller, Architekt und Vorsitzender des Gottfried-Semper-Clubs Dresden e. V. auf die kulturhistorische Bedeutung dieses Bauwerkes ein und die Perspektoiven eines möglichen Wideraufbaus.

Das Palais Oppenheim war ein Treffpunkt und Ort des geistig kulturellen Lebens in Dresden. Es kann als Zentrum jüdischer Kultur und deren Vermittlung in Dresden angesehen werden. Die gesamte sächsisch-jüdische Kultur lässt sich dabei gut ableiten und auf die Bedeutung hinweisen. Besonders die europäischen Beziehungen spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Hervorzuheben ist auch die hohe bauliche Wertigkeitdes Palais mit den Formen der Neorenaissance, ihre Beispielwirkung in Dresden und im deutschsprachigen Raum ist anerkannt. Ein Wiederaufbau im Sinne von »Erinnerungsarchitektur« an dem historischen Ort wird durch die Neubauplanungen der »Lingnerstadt« möglich. Mit dieser historischen Ergänzung im Stadtbild würde auch der geschichtlichen Bedeutung der Bürgerwiese für die Stadt Dresden in ganz besonderer Weise entsprochen.
Diese große Epoche der bürgerlichen Entwicklung im 19. Jh. In Dresden mit ihren wichtigen und bedeutenden Stiftern und Förderern würde wach gehalten.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Gottfried Semper-Club Dresden e. V. und der Jüdischen Gemeinde zu Dresden statt.