Pluralität aus jüdischer Prägung - Impulse für eine freiheitliche Gesellschaft

10. Oktober 2017, 19:00 Uhr, Kathedralforum, Schlossstr. 24

Die Konflikte der Gegenwart verlangen eine neue Positionsbestimmung der Religionen in der säkularen Gesellschaft. Die jüdische Tradition bietet hierzu viel Inspiration. Immerhin war der Talmud schon ein säkulares Werk.
Es braucht einen neuen Dialog zwischen religiösem und säkularem Judentum, um religiöse Verengungen überwinden zu können. Die jüdische Religion im 21. Jahrhundert muss ihr Potential für die Demokratie und die pluralistische Gesellschaft neu erschließen. Das wäre ein Beitrag sowohl zur Lösung der gesellschaftlichen Konflikte im Staat Israel, als auch zur Stärkung des jüdischen Selbstverständnisses in der Diaspora, nicht zuletzt in Deutschland. Darüber hinaus würde sich damit auch die freiheitliche Gesellschaft insgesamt ihres jüdischen Anteils bewusster werden. Eine Perspektive für das Land?

Prof. Dr. Elisa Klapheck lehrt Jüdische Studien am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) der Universität Paderborn und ist Rabbinerin der liberalen Synagoge Egalitärer Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie Dresden.

Gefördert im Rahmen des Landesprogramms “Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz”.