Am 30. Mai 2026 verlieh der Präsident des Sächsischen Landtags Alexander Dierks zum 30. Mal die Sächsische Verfassungsmedaille. Zu den Ausgezeichneten gehört in diesem Jahr der Nüchritzer Pfarrer Konrad Adolph. Er trug maßgeblich zur Aufklärung von Schicksalen Tausender jüdischer Menschen in Sachsen bei. Seit Jahrzehnten recherchiert Adolph ehrenamtlich im In- und Ausland die Familiengeschichten von Jüdinnen und Juden, die dem Nationalsozialismus auf unterschiedliche Weise zum Opfer fielen. Dadurch gibt er den Vergessenen und Verschollenen ihre Stimme zurück. Die Arbeiten von Konrad Adoplh haben wesentlich dazu beigetragen, dass das „Buch der Erinnerung“ (Erstauflage 2002) erheblich erweitert und grundlegend überarbeitet werden konnte. 2025 hat die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden die Neuauflage „Buch der Erinnerung – Juden in Dresden deportiert, ermordet, verschollen“ beim Leipziger Verlag Hentrich & Hentrich herausgegeben. Für das Projekt wurden Fördermittel und private Spenden im Umfang eines hohen fünfstelligen Betrag akqiriert.

Wir gratulieren Pfarrer Konrad Adolph zu der verdienten Auszeichnung und sind dankbar für seine unermüdliche Forschung.

Dokumentation: Verleihung der Verfassungsmedaille 2026

 

Filmdokumentation „Weg der Erinnerung 2024“Die Gleichschaltung der Künste 1933.