Namenlesung 2018

29. Januar 2018, 12:00 Uhr, Gedenktafel an der Kreuzkirche

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus findet vor der Gedenktafel der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt die 20. Namenlesung der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Dresdner Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und Kinder von Zwangsarbeiterinnen statt.

Es lesen Dresdner Schüler_innen und Bürger_innen, darunter auch Vertreter_innnen der Stadt und Politiker_innen. Die Lesung wird jeweils zur vollen Stunde durch ein Wort der Landeshauptstadt Dresden und der Kirchen unterbrochen und mit dem Kaddisch, dem jüdischen Totengebet, gesprochen durch einen Vertreter der Jüdischen Gemeinde abgeschlossen.

Die 1.953 Namen der ermordeten oder verschollenen Dresdner Jüdinnen und Juden sind dem im Jahr 2006 erschienenen „Buch der Erinnerung“ entnommen. Von den über 7.000 durch die Rassegesetze verfolgten Juden und Jüdinnen in Dresden und den umliegenden Orten sind im „Buch der Erinnerung“ diejenigen genannt, von denen wir sicher wissen, dass sie in einem Konzentrationslager ums Leben kamen, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation als verschollen gelten.
Das Buch liegt während der Lesung im Kirchencafé aus. Dort kann man noch mehr über ihr Leben und Schicksal nachlesen, miteinander ins Gespräch kommen und sich bei Kaffee und Tee aufwärmen.

Die Lesungen begannen in Dresden 1999 während der Forschungsarbeiten zum Buch.

In Zusammenarbeit von Ökumenischem InformationsZentrum e.V., Ev.-Luth. Kirchenbezirk Dresden-Mitte, Kreuzkirchgemeinde, Jüdischer Gemeinde und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V., mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Dresden.

Gefördert im Rahmen des Landesprogramms “Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz”.