Demokratische Erinnerungspolitik heute - Dialog für Forscher_innen, Bildner_innen und Interessierte

29. April 2019, 15:30 Uhr,

Montag 29.04.19 |15:30 bis 19:00 Uhr, optional: anschl. Tanztheaterbesuch | Festspielhaus Hellerau, Karl-Liebknecht-Straße 56

Zuletzt tauchen vermehrt Forderungen auf, dass wir mit der Erinnerung an die Shoa nun auch mal zum Ende kommen müssen – vom “Schuldkult” ist die Rede. Das dies nicht der Fall sein kann, das ist für Menschen die in der Erinnerungsarbeit tätig sind – egal ob als Forschende oder als Bildende – klar. Aber warum machen wir die Arbeit eigentlich?
In dieser Veranstaltung wollen wir uns in einem ersten Schritt mit der Frage befassen, was demokratische Erinnerungspolitik ist und sein muss. Welcher Logik folgt unsere Arbeit: Orten, Daten oder Herausforderungen der Gegenwart und politischem Handeln heute? Geht es uns um das Gedenken oder um die Zukunft und in welchem Verhältnis steht beides? Wem und wessen fühlen wir uns verpflichtet? Wie können wir Geschichte lebensweltlich relevant – warm – machen und wozu dient uns Geschichtsschreibung?
Im zweiten Teil soll durch eine*n Inputgeber*in über Geschichtspolitik der Neuen Rechten informiert werden Wer erinnert an was warum? Über bestehende Programme/Akteur*innen in der politisch-historischen Szene, absehbaren Einfluss auf Regierungshandeln (inkl. möglichen Folgen/Szenarien auf inhaltlicher und struktureller Ebene) und den bereits bestehenden Einfluss auf Gremien wird informiert.
Im Workshopformat spüren wir den Fragen nach: Wofür stehen wir? Wie wollen wir uns aufstellen? Wie können wir handlungsfähig werden? Oder anders formuliert: Wie entwickeln wir eine Sprache, die rettet statt zu töten?

Eine Kooperation der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft (sLAG) Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, des Kulturbüro Sachsen, Hatikva e.V., der Evangelischen Hochschule Dresden, riesa efau. Kultur Forum Dresden und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. In Zusammenarbeit mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste
Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.