Vorstellung der Neuauflage „Buch der Erinnerung“

Datum/Zeit
Sonntag, 16. Februar 2025
17:00 - 18:30 Uhr

Veranstaltungsort
Festsaal Stadtmuseum, Landhausstraße Eingang, Wilsdruffer Str. 2, Dresden


Das „Buch der Erinnerung. Juden in Dresden: deportiert, ermordet, verschollen (1933–1945)“ ist soeben als vollständig überarbeitete und wesentlich erweiterte Neuauflage im Leipziger Verlag Hentrich & Hentrich erschienen.

Es wird am Sonntag, 16. Februar 2025, um 17 Uhr im Stadtmuseum Dresden, Saal 3. Etage, Wilsdruffer Straße 2 (Zugang Landhausstraße), 01067 Dresden, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Kultur, Wissenschaft und Tourismus sowie Vertreter:innen des Vorstands der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. und der Jüdischen Gemeinde zu Dresden sprechen Grußworte. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion mit Redaktionsteam: Gabriele Atanassow, Alexander Atanassow und Pfarrer Konrad Adolph. Das Gespräch moderiert Dr. Nora Pester, Verlegerin Hentrich & Hentrich Verlag, Leipzig. Durch den Abend führt Dr. Sebastian Meyer-Stork, Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V.

Vor 80 Jahren am 16. Februar 1945 sollten die letzten Juden aus Dresden deportiert werden. Aufgrund der Zerstörung der Stadt kam es nicht mehr dazu. Das Chaos in der Stadt war eine Chance für die etwa 174 Juden, im Versteck oder durch Flucht die Shoah zu überleben.

Das „Buch der Erinnerung“ gedenkt der weit über zweitausend jüdischen Frauen, Kinder und Männer der Stadt Dresden und der Kreishauptmannschaft Dresden-Bautzen, welche durch die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten in den Tod getrieben wurden, durch Sklavenarbeit umgekommen sind, in Vernichtungs- und Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden oder als verschollen gelten. Es erinnert aber auch das Leben und Wirken der Jüdinnen und Juden vor der Zeit des Nationalsozialismus und wie sie mit ihrem großen sozialen Engagement, ihren Stiftungen, ihren kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen maßgeblich zum Ruf Dresdens als Kulturstadt beitrugen.

Herausgegeben haben die Neuausgabe die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. und das Archiv Gedenkbuch in der Jüdischen Gemeinde zu Dresden. An der Finanzierung waren mehrere institutionelle Förderer sowie zahlreiche private Spenderinnen und Spender beteiligt. Auch die Landeshauptstadt Dresden hat einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung per E-Mail an email hidden; JavaScript is required wird bis zum 12.02.2025 gebeten. Das Buch erscheint als Hardcover mit 600 Seiten und 1300 Abbildungen. Der Preis beträgt 40 Euro. Der Büchertisch des Verlags öffnet um 16:30 Uhr vor dem Saal.