VERSCHOBEN: Namenlesung

Datum/Zeit
Donnerstag, 8. April 2021
12:00 - 14:30 Uhr

Veranstaltungsort
Gedenktafel an der Kreuzkirche, Altmarkt, Dresden


Foto: Elisabeth Naendorf

Aufgrund des Pandemiegeschehens im Januar wird die Namenlesung in diesem Jahr vom 27.01., dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, auf den israelischen Holocaust-Gedenktag, Jom HaSchoa, am 08.04. verschoben. Sie findet vor der Gedenktafel der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt statt. Gelesen werden die Namen der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Dresdner Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und Kinder von Zwangsarbeiterinnen.

Die Veranstaltung beginnt um 12:00Uhr mit Glockenläuten und Hochstellen eines Blumengestecks zur Gedenktafel. Am Lesen der Namen können sich alle beteiligen, die möchten. Auf die Beteiligung von Schulklassen muss in diesem Jahr leider verzichetet werden. Jeweils zur vollen Stunde gibt es ein kurzes Gedenkwort seitens der Stadt bzw. der Kirchen. Ein Vertreter der Jüdischen Gemeinde spricht zum Abschluss das Kaddischgebet.
Die 1 953 Namen der ermordeten oder verschollenen Dresdner Jüdinnen und Juden sind dem im Jahr 2006 erschienenen „Buch der Erinnerung“ entnommen. Von den über 7 000 durch die Rassegesetze verfolgten Juden in Dresden und den umliegenden Orten sind im „Buch der Erinnerung“ diejenigen genannt, von denen wir wissen, dass sie in einem Konzentrationslager ums Leben kamen, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation als verschollen gelten. Das Buch liegt während der Lesung im Kirchencafé in der Kreuzkirche aus, dort kann man noch mehr über ihr Leben und Schicksal nachlesen.
Die Lesungen begannen in Dresden während der Forschungsarbeiten zum Buch, 1999.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Ökumenischen Informationszentrum e.V., dem Ev.-Luth. Kirchenbezirk Dresden-Mitte, der Kreuzkirchgemeinde, der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Dresden.